HolzBauTech RobotikEinführung · Sicherheit · Simulation
Sicherheit und FreigabeZellenregeln · Sicherheitscheck
Pflicht vor der Praxis

Sicher an der Roboterzelle arbeiten

Ihr untersucht die konkreten Gefahren, dokumentiert die Bedienregeln und besteht den digitalen Sicherheitscheck.

Der Einstieg in die Reihealle Lernkarten im Bereich bearbeiten, dann den nächsten Bereich öffnen
Sicherheit · Auftragseingang

Kein realer Test ohne nachvollziehbare Freigabe

Die Sicherheitsunterweisung bezieht sich direkt auf die vorhandenen Roboterzellen und gilt für alle Projekte.

Gefahren erkennenBewegung und Arbeitsraum einschätzen
Regeln anwendenvor, während und nach Testfahrten
Freigabe verstehenSimulation ersetzt keine Aufsicht
ArbeitsweiseEigene Sicherheitsnotizen und persönlicher Nachweis im Robotik-PDF

Bearbeitet nach der vollständigen Einführung die Sicherheitskarten 00–07 in Reihenfolge. Lest die zellenspezifischen Regeln vor dem Sicherheitscheck.

Wer und was?
Jede Person hält Gefährdungen, Schutzbereiche, Bedien- und Störungsablauf sowie die Freigabekette im eigenen Robotik-Dokument fest. Den Sicherheitscheck bearbeitet jede Person selbst und übernimmt den persönlichen Nachweis mit Name, Team, Datum und Ergebnis.
Wie und wann?
Beschriftete Skizzen und kurze Erklärungen reichen aus, wenn sie die Regeln eindeutig wiedergeben. Den Nachweis aus Karte 06 als PDF/Screenshot in Team_Nachname_Robotik.pdf aufnehmen; aktueller Stand nach der Doppelstunde abgeben. Ein bestandener Browsercheck ersetzt keine Einweisung oder Freigabe für einen Realtest.

Danach: Erst nach Karte 07 „Freigabekette“ öffnet ihr die Robotics Suite.

Arbeitsweise der Robotik-Reihe · Dateinamen, Vorlagen und Abgaben

Profilbild der fiktiven Person Jonas WeberKI
Von: Jonas Weber · InstandhaltungBetreff: Freigaberegeln für die Robotik-Zellen

Hallo Robotik-Team,

die Roboterzellen können Bewegungen schnell und mit hoher Kraft ausführen. Ein Programm, das in der Simulation plausibel aussieht, ist deshalb noch nicht automatisch für einen realen Test freigegeben.

Für alle Projekte gilt derselbe Ablauf: Ihr simuliert, führt den Ablauf vor, füllt die Sicherheitsfreigabe aus und wartet auf die ausdrückliche Freigabe der Lehrkraft. Erst dann darf die reale Zelle unter Aufsicht gestartet werden.

Bitte bearbeitet die Unterweisung sorgfältig. Die Regeln gelten nicht nur beim ersten Projekt, sondern bei jeder geänderten Programmfassung.

Viele Grüße
Jonas Weber
Instandhaltung

Arbeitsauftrag 0.1

Sicherheitsziel formulieren

  1. Erklärt, warum eine erfolgreiche Simulation keine automatische Freigabe für den Realtest ist.
  2. Notiert, welche Verantwortung beim Team und welche bei der Lehrkraft liegt.
Sicherheit · Roboterzelle

Arbeitsraum und Gefahrenbereich unterscheiden

Der Bewegungsraum des Roboters ist nicht nur eine geometrische Fläche. Auch Werkzeug, Werkstück, Greifer und mögliche Haltungswechsel beeinflussen die Gefahr.

Schutzsysteme unterscheidenSchiebetür und Lichtschranke
Zellenzustand beachtenStopp bedeutet nicht bewegungslos
Aufenthalt ausschließenniemand in bewegter TX90-Zelle
1
Bewegungsbereich freihalten

Während einer automatischen Bewegung hält sich niemand im Gefahrenbereich auf.

2
Werkzeug und Werkstück mitdenken

Nicht nur der Roboterarm, sondern auch Greifer und Werkstück können Quetsch- oder Stoßstellen erzeugen.

3
Umgebung kontrollieren

Kabel, lose Gegenstände und falsch platzierte Werkstücke dürfen nicht in die Bahn ragen.

4
Nie auf Vermutungen verlassen

Eine bekannte Startposition garantiert nicht, dass die folgende Bahn ungefährlich ist.

Arbeitsauftrag 1.1

Gefahrenstellen an eurer Zelle markieren

  1. Betrachtet die reale Zelle unter Anleitung.
  2. Markiert in einer Skizze den Gefahrenbereich, Zugänge und Not-Halt-Einrichtungen.
  3. Notiert mindestens drei mögliche Gefährdungen.
ZelleSchutzsystemWichtige Konsequenz
RS40geschlossener Glaskasten mit SchiebetürBeim Öffnen der Tür wird der automatische Programmablauf angehalten. Manuelles Bewegen bleibt jedoch möglich, zum Beispiel zum Ausrichten eines Werkstücks. Eine geöffnete Tür bedeutet deshalb nicht, dass keine Roboterbewegung mehr möglich ist.
TX90Zugangssicherung durch LichtschrankeWird die Lichtschranke durchquert, muss die Zelle nach Prüfung des Zustands zusätzlich über einen Taster wieder freigegeben werden. Der Betrieb darf nicht einfach ohne Kontrolle fortgesetzt werden.
!
Striktes Aufenthaltsverbot bei Roboterbewegung

Die TX90-Zelle ist groß genug, um sie zu betreten. Trotzdem darf sich niemand darin aufhalten, sobald der Roboterarm bewegt wird oder bewegt werden kann – auch nicht für kurze Korrekturen und auch nicht im Handbetrieb.

Arbeitsauftrag 1.2

Schutzfunktionen vergleichen

  1. Erklärt, warum die geöffnete RS40-Schiebetür nicht automatisch einen bewegungslosen Zustand garantiert.
  2. Beschreibt die Schritte nach dem Durchqueren der TX90-Lichtschranke.
  3. Begründet das Aufenthaltsverbot in der TX90-Zelle bei jeder Roboterbewegung.
Sicherheit · Bedienung

Not-Halt, Betriebsart und Wiederanlauf

Not-Halt ist für Gefahrensituationen vorgesehen. Er ersetzt weder einen geregelten Programmstopp noch die Ursachenprüfung vor dem Wiederanlauf.

Not-Halt einordnenGefahr stoppen, nicht Routine bedienen
Betriebsart beachtennur nach Lehrkraftvorgabe
Wiederanlauf sichernUrsache erst klären
Sicherheitskritisch
Nach einer Not-Halt-Betätigung darf die Anlage nicht einfach wieder gestartet werden. Zuerst werden Ursache, Zellenzustand und Programmstand gemeinsam mit der Lehrkraft geprüft.
Arbeitsauftrag 2.1

Not-Halt und normalen Stopp unterscheiden

  1. Lasst euch die Not-Halt-Einrichtungen an der Zelle zeigen.
  2. Beschreibt zwei Gefahrensituationen, in denen Not-Halt angemessen ist.
  3. Beschreibt einen Fall, in dem ein normaler Programmstopp ausreicht.

Die konkrete Bezeichnung und Auswahl der Betriebsarten hängt von der vorhandenen Steuerung und der eingesetzten SRS-Version ab. Ihr nutzt ausschließlich die von der Lehrkraft angegebene Betriebsart.

Arbeitsauftrag 2.2

Betriebsarten zellenspezifisch dokumentieren

  1. Lasst euch die für manuelles Verfahren und Realtest verwendeten Betriebsarten zeigen.
  2. Notiert Bezeichnung, Zweck und erlaubte Bedienhandlungen in eurem Dokument.
  3. Ergänzt einen Screenshot oder eine beschriftete Skizze, sofern dies möglich ist.
Sicherheit · Handbetrieb

Manuelles Verfahren nur geführt und reduziert

Das manuelle Verfahren dient dem Erkunden und Prüfen. Es erfolgt langsam, aufmerksam und nur nach Einweisung.

Geschwindigkeit reduzierenerste reale Bewegungen langsam
Freigabeeinrichtung nutzennach Lehrkraftdemonstration
Bahn beobachtenjederzeit stoppen können
Arbeitsauftrag 3.1

Bedienung beobachten und in eigenen Worten sichern

  1. Lasst euch zeigen, wie der Roboter in der Zelle manuell verfahren wird.
  2. Dokumentiert, welche Bedienelemente gleichzeitig benötigt werden.
  3. Notiert, wie die Geschwindigkeit begrenzt wird und wie die Bewegung sofort beendet werden kann.
Zellenregel
Die Website nennt bewusst keine allgemeine Tastenkombination. Maßgeblich ist die Einweisung an eurer konkreten Steuerung.
RS
Besonderheit an der RS40-Zelle

Auch bei geöffneter Schiebetür kann der RS40 manuell verfahren werden. Das ist nur nach Einweisung, in der freigegebenen Betriebsart und mit klarer Absprache zulässig. Niemand greift gleichzeitig unkoordiniert in die Zelle.

10%
Erster vollständiger Durchlauf

Der erste reale Test erfolgt mit stark reduzierter Geschwindigkeit, zum Beispiel 10 %. Erst nach einem vollständig fehlerfreien Durchlauf und Zustimmung der Lehrkraft darf schrittweise erhöht werden.

Arbeitsauftrag 3.2

Begründung dokumentieren

Erklärt, warum eine niedrige Testgeschwindigkeit die Beobachtung und Reaktion verbessert, obwohl sie mögliche Programmfehler nicht verhindert.

Sicherheit · Störung

Bei Fehlern sicher stoppen und neu freigeben

Änderungen an Punkten, Code oder Werkstücklage können die reale Bahn verändern. Nach sicherheitsrelevanten Änderungen beginnt die Prüfkette erneut.

Störung erkennenungeplante Bewegung oder Signal
Sicher reagierenstoppen, Abstand, Lehrkraft
Änderung neu prüfenSimulation und Freigabe wiederholen
Arbeitsauftrag 4.1

Störungsablauf formulieren

  1. Beendet die Bewegung mit dem geeigneten sicheren Verfahren.
  2. Haltet Abstand und verändert nichts in der Zelle.
  3. Informiert die Lehrkraft und beschreibt die Beobachtung.
  4. Dokumentiert Ursache, Änderung und erneute Prüfung.
Wichtig
Ein stehengebliebener Roboter ist nicht automatisch energiefrei oder ungefährlich.
ÄnderungCode, Punkt, Shoulder oder Werkstücklage
Simulationgeänderten Stand vollständig prüfen
VorführungÄnderung und Wirkung erklären
FreigabeLehrkraft entscheidet neu
Sicherheit · Selbstkontrolle

Digitaler Sicherheitscheck

Der Check kann beliebig oft wiederholt werden. Zum Bestehen sind mindestens 90 % und alle sicherheitskritischen Antworten erforderlich.

Wissen prüfendreizehn zellenbezogene Fragen
Fehler korrigierenerneut bearbeiten erlaubt
Nachweis erzeugennach Bestehen als PDF drucken

Sicherheitscheck Robotik

Beantwortet alle dreizehn Fragen. Rot markierte Fragen müssen zwingend korrekt sein.

Eine reale Testfahrt darf gestartet werden, wenn …sicherheitskritisch

Während einer automatischen Bewegung …sicherheitskritisch

Nach einer Not-Halt-Betätigung …sicherheitskritisch

Manuelles Verfahren erfolgt …sicherheitskritisch

Nach einer Änderung an einem Bahnpunkt …sicherheitskritisch

Der erste vollständige Realtest erfolgt …

Eine Simulation …

Bei einer unerwarteten Bewegung …sicherheitskritisch

Vor dem Test muss die Zelle …

Die Geschwindigkeit darf erhöht werden …

Wird die Schiebetür der RS40-Zelle geöffnet, …sicherheitskritisch

Nach dem Durchqueren der TX90-Lichtschranke …sicherheitskritisch

Während der Roboterarm des TX90 bewegt wird …sicherheitskritisch

keine Speicherung · beliebig oft wiederholbar
Sicherheit · Nachweis

Bestandenen Check als PDF sichern

Nach dem Bestehen werden Name, Team, Datum und Ergebnis in einen separaten Drucknachweis übernommen. Die gesamte Website wird dabei nicht gedruckt.

Daten eintragenName, Team und Datum
Nachweis druckennur das Ergebnisformular
Wochenabgabe ergänzenPDF oder Screenshot einfügen
Sicherheitsunterweisung · Nachweis
Noch kein bestandener Sicherheitscheck
Arbeitsauftrag 6.1

Nachweis in die Wochenabgabe übernehmen

Fügt den PDF-Nachweis oder einen Screenshot des bestandenen Ergebnisses in Team_Nachname_Robotik.pdf ein.

Sicherheit · Transfer

Die Freigabekette gilt in jedem Projekt

Der bestandene Sicherheitscheck ist die Voraussetzung. Vor jeder realen Testfahrt muss zusätzlich der konkrete Programmstand freigegeben werden.

Ablauf behaltenimmer dieselbe Prüfkette
Programmstand erklärenSimulation und kritische Stellen
Test dokumentierenAbweichungen und Änderungen
1Simulation erfolgreich durchführen
2Simulation und Programmablauf der Lehrkraft vorführen
3projektspezifische Sicherheitsfreigabe digital ausfüllen
4ausdrückliche Freigabe durch die Lehrkraft erhalten
5Realtest unter Aufsicht und zunächst stark reduziert durchführen
6Testergebnis und Abweichungen dokumentieren
Als Nächstes: Robotics Suite und ArbeitsraumIhr lernt den Dateiworkflow, untersucht den realen Arbeitsraum und erstellt eure eigene Anleitung zum Start der Simulation.
Robotics Suite öffnen